Engagement der Roger Federer Foundation

2011 startete die Roger Federer Foundation mit der Partnerorganisation PAF eine Dorfschulinitiative in ländlichen Gebieten Sambias. Da die Bevölkerung in diesen Gebieten oft über keine staatlichen Bildungsangebote verfügen, gründen und managen die Dörfer selbst sogenannte "community schools". Diese Dorfschulen werden vom Programm ganzheitlich unterstützt und gestärkt. Der Stiftungsrat hat bisher über eine Million CHF für die Initiative gesprochen. Nach drei Jahren wurde das Programm evaluiert und folgende Resultate festgehalten:

  • In 50% der 42 Primarschulen des Programms konnten die avisierten Qualitätsstandards erreicht werden. In 20% der Schulen fehlen noch einige wenige Qualitätsmerkmale (80% der geplanten Qualität). In 30% der Schulen wurde aus verschiedenen Gründen nur eine minimale Qualitätsverbesserung erreicht. 
  • Über alle Schulen hinweg ist die Einschulungsquote gegenüber 2011 um 9.1% gestiegen, wobei der Anteil der Mädchen um 46%, der Waisenkinder um 62% und der behinderten Kinder um 600% gesteigert werden konnte.
  • Zu Beginn der Initiative waren 116 Lehrer an den Schulen beschäftigt und das Verhältnis zur Schülerschaft betrug 1:78. Die Anzahl konnte auf 331 aufgestockt werden. Dadurch verbesserte sich die Lehrer/Schüler Ratio markant auf 1:27.
  • In 34 der 42 Dörfer konnte die Partizipation der lokalen Bevölkerung zugunsten der Schule markant (80%) gesteigert werden. Eine Mehrheit der Dörfer hat einen Entwicklungsplan für die Schule entworfen und verabschiedet, der nun umgesetzt wird.
  • Die Schulkomitees wurden alle beraten, wie sie staatliche Subventionen organisieren können. In der Folge haben 83% der Schulen Beiträge generieren können.

Aufbauend auf den Lehren und Resultaten der ersten Phase, wurde die zweite Phase des Programms 2014 geplant und befindet sich bis Ende 2016 in der Umsetzung. PAF implementiert das ganzheitliche Programm in 80 Dorfschulen im Mumbwa und Chipata Distrikt. Es werden 40'000 Kinder, 500 Lehrer und 80 Schulkomitees von den Massnahmen profitieren. Folgende Massnahmen sind geplant:

  • In allen Schulen werden Mädchenclubs eingerichtet und ein Mentorensystem für Mädchen eingeführt.
  • 160 Lehrer werden in kinderfreundlicher Pädagogik ausgebildet und als Mentoren an ihren Schulen eingesetzt.
  • Spezielle Komitees werden darin geschult, wie Klassenzimmer kinderfreundlich ausgestaltet werden können.
  • Elternkomitees werden in Gouvernanz geschult und dabei gecoacht, die Dorfbevölkerung für die Anliegen der Schule zu sensibilisieren und mobilisieren.
  • Speziell für die 6. und 7. Schulklassen werden 4800 Lehrbücher für Englisch und Mathematik organisiert , da die Leistungsqualität dort am meisten leidet.
  • Die Lehrerschaft wird geschult, wie sie Lehrmaterial aus lokal verfügbarem Material selber herstellen können.
  • Die Schulen werden bei der Etablierung ausserschulischer Programme braten.

Unser Implementierungspartner PAF

People's Action Forum (PAF) ist eine nicht-staatliche, nationale Non Profit Organisation, welche 1994 in Sambia gegründet wurde. Ihre Vision ist eine friedliche Gemeinschaft in der sich sowohl die rurale wie urbane Bevölkerung gleichberechtig und nachhaltig entwickeln können. Um die ländlichen Gemeinschaften zu stärken, stehen daher die fünf Prioritäten Bildung, Nahrungssicherheit, Gesundheit, ökonomische Opportunitäten und Sensibilisierung im Fokus der Aktivitäten von PAF. PAF arbeitet insbesondere mit Kindern und Frauen in ruralen Gebieten, um ihnen selbstbestimmte Lebensbedingungen zu ermöglichen. Das Forum zählt über 2000 Mitglieder, die sich auf freiwilliger Basis für die Ziele der Organisation einsetzen. 2008 erhielt PAF den renommierten Internationalen UNSECO Literacy Award.

www.paf.org.zm

Karte

Fakten Zambia

Bevölkerung
13.5 Mio
Schulpflicht
7-13 Jahre
Einschulungsquote
Primarschule 97%
Lehrer/Schüler Verhältnis
1:75
Bevölkerung unter 15 Jahren
46%

Photo Gallerie