Engagement der Roger Federer Foundation

2014 lancierte die Roger Federer Foundation und Child Protection Society eine neue Frühbildungsinitiative in Matabeleland Nord und Süd in Simbabwe. Ziel ist es, auf nachhaltige Weise die Qualität der Frühförderung in ruralen Gebieten im Westen Simbabwes zu verbessern. Der Fokus liegt auf 80 Gemeinden, in denen Vorschulen für Kinder zwischen  4 und 6 etabliert und gefördert werden. In den ersten drei Jahren werden insgesamt 12‘000 Kinder erreicht mit einem Budget über CHF 680'000. Das Programm wird zusammen mit kleineren, in den Gemeinden basierten Organisationen umgesetzt, namentlich mit der Uluntu Community Foundation, United Children of Africa und Christian Youth Volunteers Association Trust.  Die gesetzten Wirkungsziele des Programms sind folgende:

  • Die Anzahl Kinder, welche Zugang zu qualitativ guter Frühbildung erhalten, hat sich massgeblich erhöht. Ziel es, im Durchschnitt 150 Kinder in den Zentren zu betreuen. Zu Anfangs beträgt der Durchschnitt 30-50 pro Zentrum.
  • Die Kinder entwickeln sich auf physischer, sozialer wie emotionaler Ebene positiv und zeigen gute kognitive und motorische Fähigkeiten. Entsprechend werden 400 Lehrpersonen darin ausgebildet, wie sie diese Fähigkeiten stimulieren und messen können. Es wird ein Mentorensystem für die Zeit nach der Intervention aufgebaut.
  • Der Gesundheits- und Ernährungsstatus der Kinder hat sich massgeblich verbessert. Zweimal jährlich werden die Kinder einem Gesundheitscheck unterzogen und geimpft in Zusammenarbeit mit den lokalen Kliniken.  Krankheitsfälle werden an die Kliniken überwiesen. Speziell gegründete Komitees werden ein Mahlzeitenprogramm starten, bei dem die Bevölkerung und vor allem die Eltern tatkräftig mithelfen und unterstützen. Um die Nachhaltigkeit zu gewährleisten, werden die Komitees in Business Management, Berichterstattung und Einkauf geschult.
  • Die Kinder erhalten ein kinderfreundliches und lernstimulierendes Umfeld. Siebzig bestehende Räumlichkeiten werden renoviert. In mindestens 10 Fällen sind keine geeigneten Räume vorhanden. In Zusammenarbeit mit den Gemeinden wird eine neue low-cost Infrastruktur errichtet, wobei Baumaterial und Arbeitskraft so weit als möglich von der Bevölkerung stammt. Die Bevölkerung stellt nach einer Schulung das Spielmaterial für drinnen wie draussen selbst her.
  • Eltern sind in der Frühbildung ihrer Kinder engagiert und verfügen über Förderkenntnisse. Die Eltern sind in den Zentren involviert und werden von den Lehrpersonen darüber unterrichtet, wie sie ihre Kinder zuhause besser betreuen können. Es wird ein Handbuch dazu in die lokalen Sprachen übersetzt. 

Unser Implementierungspartner Child Protecion Society

The Child Protection Society (CPS) wurde 1952 als Nichtregierungsorganisation in Zimbabwe registriert. Die Organisation hat seit Beginn dem Schutz und Wohlfahrt von Waisen und anderen benachteiligten Kindern verschrieben. Die NGO fokussiert auf drei verschiedene Themenschwerpunkte, namentlich Lobbying zugunsten von Kinderrechten, Frühförderungsprogramme und die Betreibung eines Kinderheims.  Entsprechend sind die Aktivitäten  auf Kinderschutzmassnahmen insbesondere auch in Institutionen, Aufbau von Kinderhorten und Vorschulen,  Integration von Waisenkindern ausgerichtet.  CPS verfolgt einen Familienzentrierten Ansatz und bezieht Dorfgemeinschaften zentral in die Programme ein. In diesem Sinne setzt CPS ihre Projekte in den Regionen auch nicht allein um, sondern arbeitet mit kleinen lokalen Organisationen in den Gemeinden zusammen.

www.childprotection.co.zw

Karte

Fakten Zimbabwe

Bevölkerung
12 Mio
Schulpflicht
6-13 Jahre
Einschulungsquote
52%
Analphabetenrate
10%
Ernährung
17% der Kinder unter 5 J. sind unterernährt

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