Engagement der Roger Federer Foundation

Seit 2011 arbeitet die Roger Federer Foundation mit der lokalen Organisation Camfed in Simbabwe. Diese setzt ein neuartiges und erfolgreiches Konzept um, welches der gravierenden Ernährungssituation und fehlender sozialer Unterstützung und schreiender Armut von Kindern in dieser Region nachhaltig begegnet.  Das Programm befindet sich bereits in seiner dritten Phase und der Stiftungsrat hat der Initiative  insgesamt CHF 3'600‘000 zugesprochen. Die erzielten positiven Veränderungen wurden von einer externen Evaluation bestätigt.

  • Über die letzten fünf Jahre hat das Programm mindestens 70‘000 Vorschul- und Primarschulkinder in 120 Schulen erreicht in einer der ärmsten Gegenden von Simbabwe.
  • Alle 120 Schulen versorgen die Kinder auch nach Ende der Intervention regelmässig mit von der lokalen Bevölkerung selbst organisierten und produzierten Mahlzeiten.
  • Das Programm hat substantiell dazu beigetragen, dass 45‘000 Kindergartenkinder und die jüngeren Schulkinder aus der ersten und zweiten Klasse in 120 Schulen in einer kinderfreundlichen und lernstimulierenden Umgebung lernen können.
  • Mit der Hygiene- und Gesundheitsvorsorgekampagne wurden insgesamt 110‘000 Kinder erreicht.
  • Durch das Programm wurde die Dorfgemeinschaft nachhaltig mobilisiert und auf die Bedürfnisse der benachteiligten Kinder sensibilisiert. Die aktive Beteiligung der Bevölkerung in Komitees und in den Müttergruppen ist markant gestiegen. Daraus resultierten viele kleine Initiativen zugunsten der Schulen.
  • Ein an den Schulen eingerichteter Notfonds hat über 32'000 Kindern mit Kleinstbeträgen die Weiterführung der Schule ermöglicht. Daraus wurden Uniformen, Schreibmaterial, Medikamente und anderes dringend notwendiges Material erstanden, eine schulische Grundversorgung ohne die die Kinder zuhause belieben würden.
  • Der Notfonds hat nicht nur den Kindern materiell geholfen. Die Schulen waren dadurch auch gezwungen, bedürftige Kinder zu eruieren und auf dem Radar zu halten. Dadurch wurde manchen Waisenkinder oft auch andere Hilfe zu teil.
  • Die Evaluatoren haben insbesondere die Ganzheitlichkeit des Programmansatzes positiv hervorgehoben. Alle Programmkomponenten wirkten in ihrer Gesamtheit als Sozialnetz für die Bedürftigsten und entwickelten viele Synergien.

In der dritten Phase wird das Programm nun auf weitere 120 Primarschulen ausgeweitet, die in zwei neuen Distrikten Nkayi und Umguza liegen. Damit sollten zusätzliche  44’000 Kinder erreicht werden. Einige kleinere Massnahmen laufen in den 90 Schulen aus Phase II weiter, die derzeit 65‘000 Kinder unterrichten. Die Ziele dieser Phase sind:

  • Es werden 120 neue Müttergruppen gegründet und etabliert, welche dann ein Mahlzeitenprogramm  an ihren Schulen starten, zunächst einmal für die jüngeren Kinder.
  • Die Mütter werden zusätzlich geschult und beraten, um kleine Geschäfte starten zu können, die Einkommen für die Sozialprogramme erzielen. Es steht ihnen auch ein kleines Startbudget zur Verfügung.
  • Es wird versucht, Märkte für die Müttergruppen zu öffnen, einen Austausch mit anderen Müttergruppen im Land oder regional zu organisieren. Der Erfahrungsaustausch wird in enger Zusammenarbeit mit der Provinzverwaltung geschehen.
  • Auch der Notfonds wird in den 120 neuen Schulen eingeführt, um die Kinder am Abbruch der Schule zu hindern. 
  • Die finanzielle Not ist derzeit so gross, dass kleine Bildungsbudget sowohl den Schulen der dritten wie auch der zweiten Phase zugesprochen werden, um eine minimale Qualität des Kindergartens zu gewährleisten. 
  • In den 120 neuen Schulen soll ein minimaler Hygienestandard erreicht werden.
  • 130 junge Frauen werden zu Mentorinnen für die Schülerinnen ausgebildet und zur Unterstützung sämtlicher Komponenten des Programms eingesetzt. Es ist für sie ein erster, wichtiger Schritt ins Berufsleben. 

Unser Implementierungspartner CAMFED

CAMFED setzt sich seit bald zwei Jahrzehnten für die Bekämpfung ländlicher Armut und Aids in Afrika südlich der Sahara ein. Die Organisation fokussiert ihr Engagement dabei auf die Bildung von Mädchen und auf die Stärkung junger Frauen. Die unterstützten Mädchen erhalten nicht nur Schulgeld und Bücher, sondern werden ganzheitlich während der ganzen schulischen Laufbahn gefördert, damit sie erfolgreich ihre Schulbildung abschliessen und eine erfolgreiche Zukunft antreten können. Über eine Million Kinder in den ärmsten Regionen Simbabwes, Sambias, Ghanas und Tansanias wurden von CAMFED bisher unterstützt. CAMFED ist beispielhaft für ihren Einbezug der lokalen Gemeinschaft. Auch ist der Organisation die Weitergabe von Wissen von einer Generation zur nächsten sehr wichtig. Bereits heute arbeiten von CAMFED unterstützte Schulabgängerinnen in den Programmen mit.

www.camfed.org

 

Karte

Fakten Zimbabwe

Bevölkerung
12 Mio
Schulpflicht
6-13 Jahre
Einschulungsquote
52%
Analphabetenrate
10%
Ernährung
17% der Kinder unter 5 J. sind unterernährt

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